
Infothek
Sie als Patient bzw. Angehöriger
haben sicherlich zahlreiche Fragen, welche die außerklinische
Beatmungspflege und Intensivmedizin im Allgemeinen und unsere
Dienstleistungen im Speziellen betreffen. Um Ihnen wenigstens
ein paar dieser Fragen auf unkomplizierte Art und Weise zu beantworten,
haben wir für Sie im Folgenden einige Begriffserklärungen,
Antworten auf häufig gestellte Fragen und eine Liste interessanter
Links zusammengestellt. Gerne beantworten wir Ihre Fragen aber
auch in einem persönlichen Gespräch ausführlich
und individuell.
Begriffserklärungen
Atemhilfsunterstützung
(CPAP/BIPAP)
Eine Atemhilfsunterstützung bekommen Patienten
mit unterschiedlichen Grunderkrankungen durch speziell hierfür
entwickelte Geräte. Diese Geräte sollen die Atmung
zur besseren Belüftung (Ventilation) unterstützen.
BIPAP (Biphasic Positive Airway
Pressure)
BIPAP ist eine Form der Atemhilfsunterstützung.
Das Beatmungsgerät gibt dem Patienten einen bestimmten
Rhythmus vor. Beim Einatmen setzt ein höherer Druck ein,
während des Ausatmens erleichtert ein zweiter niedriger
Druck das Atmen nach außen.
Blutgasmessung
Mit der Blutgasmessung wird der Sauerstoff- und
Kohlendioxidgehalt des Blutes sowie der Säure-Basen –
Status beim Patienten festgestellt. Liegt eine Unregelmäßigkeit
der Werte vor, kann durch entsprechende Maßnahmen der
„Normalgehalt“ wieder hergestellt werden.
Bronchialtoilette
Beschreibt jede Maßnahme z.B. bei tracheotomierten
Patienten die dem Freihalten der Atemwege dient und Infektionen
verhindert.
CPAP (Continuous Positive Airway
Pressure)
CPAP ist ebenfalls eine Form der Atemhilfsunterstützung.
Im Gegensatz zur BIPA schreibt diese Methode dem Patienten nicht
vor wie er atmen soll. Der Patient entscheidet selbst über
die Atemtiefe und die Atemfrequenz. Gleichzeitig erkennt die
Maschine wenn die Atmung zu schwach wird und verstärkt
diese.
Infusionstherapie
über ZVK
Ein zentraler Venenkatheter (ZVK) ist ein dünner
Plastikschlauch, der in das Venensystem eingeführt wird.
Über einen ZVK können beispielsweise Medikamente oder
ggf. Grundnahrungsstoffe im Rahmen einer Infusionstherapie verabreicht
werden. Infusion ist ein meist tropfenweises Einfließen
größerer Flüssigkeitsmengen in den Körper.
Inhalationstherapie
Die Inhaltationstherapie ist eine Therapie von
Atemwegserkrankungen. Durch das bewusste Einatmen von Flüssigkeiten
oder Gasen können Medikamente in die Lunge gelangen.
Intensivpflege
Intensivpflege ist ein spezieller Bereich der
Krankenpflege. Sie wird benötigt, wenn Patienten in ihren
Körperfunktionen intensiv überwacht und unterstützt
werden müssen. (z.B. durch Überwachung der Vitalparameter
oder Bedienung lebenserhaltener und lebenserleichternder Geräte.)
Pflegeassessment
Pflegeassessment ist die Anwendung allgemeiner
Pfegestrategien. Hier geht es zum Beispiel um das "Messen",
"Einschätzen" und "Bewerten" von pflegebezogenen
oder pflegerelevanten Zuständen.
Pflegeteam
Für jeden unserer Klienten stellen wir ein
Pflegeteam zur Verfügung. Dieses Team besteht aus Kranken-
und Altenpflegern, die Erfahrung in der Intensivmedizin und
mit der Betreuung beatmungspflichtiger Patienten haben. Die
Zusammenstellung individueller Pflegeteams hat zahlreiche Vorteile:
Die Pflege kann auf die Bedürfnisse und Wünsche des
Patienten abgestimmt werden, unsere Mitarbeiter sind mit der
gesundheitlichen Entwicklung des Patienten vertraut, auch eine
zeit- und personalintensive Betreuung ist möglich und die
Konstanz in der Betreuung lässt Vertrautheit zwischen Patienten
und Pflegern entstehen.
Pulsoxymetriemessung
Mit Hilfe eines Pulsoxymeters wird die Sauerstoffkonzentration
im Blut gemessen.
Tracheostoma
Ein Tracheostoma ist eine operativ angelegte Öffnung
der Luftröhre (Trachea) nach außen. Das Tracheostoma
wird durch eine sogenannte Trachealkanüle offen gehalten.
Überleitung
Der Begriff „Überleitung“ beschreibt
den Prozess, der Sie als Patienten zurück in Ihr Zuhause
bringen soll. Da zahlreiche Vorkehrungen getroffen werden müssen,
bevor beatmungspflichtige Patienten nach Hause gebracht werden
können, setzt die Überleitung bereits weit vor dem
eigentlichen Heimtransport ein. Zur Überleitung gehören
im wesentlichen eine Erhebung des Pflege- und Gerätebedarfs,
die Schulung von Angehörigen, der Heimtransport und die
Eingewöhnung und Betreuung im neuen Zuhause.
Wundmanagement
Wundmanagement ist ein Sammelbegriff für
eine Vielzahl von Maßnahmen zur Behandlung/Vermeidung
von Wunden.
- Wundanamnese – Aufnahme der aktuellen
Wundsituation
(z.B. Entstehungsursache, Tiefe der Wunde)
- Wundbehandlung
- Schmerzmanagement – um Schmerzen
erträglich zu machen wird der Patient sowohl medikamentös
als auch psychisch begleitet. Jeder Mensch soll durch das
Schmerzmanagement seine Lebensqualität behalten.
- Wunddokumentation – um den Wundheilungsprozess
nachvollziehbar zu machen, werden Heilungsfortschritte regelmäßig
schriftlich festgehalten.
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